Die richtige Lautsprecher-Aufstellung – das Wo macht die Musik

Tipps zur Lautsprecher Aufstellung - Schmuckbild

Die Lautsprecher-Aufstellung im Raum sowie die Wahl des richtigen Hörplatzes ist für eine hochwertige Musikwiedergabe äußerst wichtig. Deshalb gilt es, allgemeine Regeln dazu umzusetzen. Danach kann dann eine digitale Lautsprecher-Korrektur weitere klangliche Verbesserungen bringen.

Symmetrische Lautsprecher-Aufstellung

Ideal ist es, wenn der linke und rechte Lautsprecher den gleichen Abstand von der Rückwand haben. Der Abstand zur Seite sollte ebenfalls möglichst gleich sein,  und auch die Beschaffenheit der Seitenwände sollte identisch sein: Denn es macht gerade bei der Basswiedergabe einen erheblichen Unterschied, ob es sich um eine harte Wand (Ziegel, Vollholz > 10 cm) oder um eine Rigips- oder sonstige Ständerwand handelt. Letztere schwingt nämlich und entzieht dem Schall in einem bestimmten Frequenzspektrum Energie.

Allein diese Vorgabe ist nur in der Minderheit aller Wohnzimmer oder Hörräume machbar. Wobei die negativen Effekte von z. B. ungleichen Seitenabständen abnehmen, je größer die relative Dimension der Abstände ist. Klar: Steht der rechte Lautsprecher direkt an der Wand und der linke 1,5 m von der anderen Wand entfernt, wirkt sich das dramatischer aus, als wenn der eine Lautsprecher 1 m und der andere 2 m Abstand von der Seitenwand aufweist. Gleichzeitig heißt das auch, dass das Stereobild sowie die homogene Musikwiedergabe in sehr vielen Räumen durch die Aufstellung der Lautsprecher beeinträchtigt ist.

Hier hilft eigentlich nur die Korrektur via Prozessoren wie dem Trinnov Amethyst. Nur diese sind in der Lage, Asymmetrien am Hörplatz meist vollständig auszugleichen und somit auch in gängigen Wohnraum-Umgebungen volle Performance zu bieten. Andere Lautsprecher-Konzepte sind hier bereits machtlos.

Der ideale Wandabstand von Lautsprechern

Möchte man zum perfekten Wandabstand von Lautsprechern einen pauschalen Ratschlag geben, ist das wenig seriös. Zu unterschiedlich sind die Lautsprecher-Konzepte (Bassreflex nach hinten oder vorne, Bässe seitlich angebracht?). Zu unterschiedlich ist ihre schiere Größe und Tiefe, und zu heterogen sind die anderen Parameter wie die räumliche Dimension und der Hörabstand. Deshalb wird in der HiFi Presse häufig eine konkrete Empfehlung zu einem bestimmten Lautsprecher gegeben, was Wand- und Hörabstand angeht.

Dabei können folgende Einteilungen als Richtwerte dienen:

  • Direkt an der Wand: die Rückseite des Lautsprechers steht 10 bis 20 cm von der Wand entfernt (zumindest der Platz für die Kabelterminals und Stecker ist vorhanden). Viele Hersteller liefern Schaumstoff-Polster für die rückwärtigen Bassreflex-Öffnungen mit, um diese wandnahe Aufstellung von zu viel Dröhnen zu befreien – oft hat das aber nur homöopathische Wirkungen.
  • Wandnah: Die Rückseite des Lautsprechers steht ca. 30 bis 80 cm von der Wand entfernt.
  • Frei: Die Rückseite des Lautsprechers steht mindestens 80 cm von der Wand entfernt. Manchmal werden erst Abstände von > 1 m oder 1,20 m als „frei stehend“ eingestuft.

Ein paar grobe, allgemeine und nicht als absolut zu sehende Empfehlungen für die Lautsprecher-Aufstellung:

  • Mindestens 70 cm Abstand zwischen der Vorderseite des Lautsprechers und der rückwärtigen, harten Wand
  • Wenn möglich > 1 Meter Abstand zu den Seitenwänden
  • Positionierung an der längeren Wand eines Raumes, d. h. weniger seitliche Reflexionen für präzisere Wiedergabe.
  • Wenn sich der Hörplatz direkt vor der Rückwand befindet, kann das störende Reflexionen oder das Aufschaukeln von Bass-Energie zur Folge haben. Dann wiederum kann die Lautsprecher-Position an der kürzeren Wand vorteilhafter sein.

Einwinkeln der Lautsprecher

Auch hier ist eine pauschale Aussage schwierig, aber tendenziell lässt ich mit folgenden Vorgaben gut arbeiten: Die meisten Lautsprecher sollten zum Hörplatz hin eingewinkelt werden (15 bis 25 Grad). Man kann damit spielen, die Lautsprecher genau mittig auf den Hörplatz einzuwinkeln und kann bis zum Punkt gehen, an dem der Schall ein paar cm am Ohr des Hörers vorbeigeht.

  • Bei Bändchen- oder AMT-Lautsprechern ist eine etwas abgeschwächte Einwinkelung für manchen Geschmack die bessere Variante.
  • Das abgeschwächte Einwinkeln (die Schallrichtung geht deutlich am Ohr des Hörers vorbei) empfiehlt sich ggf. bei gerichteten Lautsprecher-Konzepten wie Hörnern, da ansonsten die Hochton-Energie als nervend empfunden wird.

Das gleichseitige Dreieck: der ideale Abstand zwischen den Lautsprechern und zwischen Lautsprecher und Hörplatz?

Die meisten werden erstaunt sein, wie weit die Lautsprecher auseinander stehen, wenn die Entfernung von Ohr zu rechter/linker Box dem Abstand zwischen den Chassis entspricht. Ein erster Richtwert für die Aufstellung ist aber genau dieses gleichseitige Dreieck.

In vielen Fällen funktioniert in der Praxis ein gleichSCHENKLIGES Dreieck ebenso gut oder sogar besser. Eine grobe Orientierung dazu: der Hörabstand (Abstand mittige Hörposition zu den Chassis) sollte maximal den Faktor 1,3 des Abstands zwischen den Lautsprecher-Chassis haben. Stehen diese z. B. zwei. Meter auseinander, ist ein guter Hörabstand 2,5 Meter (rechnerisch bis 2,6 m).

Manchmal funktioniert es sogar, wenn der Abstand der Lautsprecher zueinander noch weiter auseinander gezogen wird. Meist fällt aber das Stereobild sehr schnell auseinander.

Weiter gilt grundsätzlich:

  • In den meisten „normalen“ Wohnräumen sollte der Hörabstand maximal 3 bis 3,5 Meter betragen. Besser sind 2,5 Meter, bei kleineren Lautsprechern oft nur 2 Meter.
  • Je schlechter die Raumakustik (viele glatte Wände und/oder Fenster, wenige Schallschlucker/Absorber), desto geringer sollte der Abstand zwischen den Lautsprechern und der Hörabstand sein (1,5 bis 1,8 m können schon funktionieren!): der direkte Schallanteil wird dadurch größer und der Anteil der Reflexionen kleiner.
  • Sehr große Lautsprecher bzw. solche, die extremen Schalldruck erzeugen können (also solche, die ich liebe) oder auch größere Horn-Konzepte können bei entsprechender Hörraum-Dimension Abstände von 4 bis 5 Metern gut vertragen. Das ganze Klangspektrum gewinnt dann nochmalig an Größe und Erhabenheit.
  • Wichtig ist generell, dass hinter dem Hörplatz noch Raum vorhanden ist oder die Rückwand hinter dem Hörplatz akustisch behandelt wird (vgl. Raumakustik). Dann wirkt das gesamte Klangbild offener, weiträumiger, größer und geordneter.
  • Eine weitere Steigerung der Wiedergabequalität kann ggf. erzielt werden, wenn das gleichseitige Hördreieck mehr in die Mitte des Raumes verlagert wird, sprich hinter den Lautsprechern mindestens zwei Meter Wandabstand bestehen. Das sieht man häufig auf Hifi Messen, dafür hat man dort aufgrund der Trockenbau-Wände mit ganz anderen Problemen zu kämpfen … Auch hier ist letztlich die Lautsprecher-Konstruktion und die Raumdimension ausschlaggebend für die Machbarkeit.

Problem: die beschriebenen Idealzustände – sei es auch architektonischer oder Partner Sicht – sind in den meisten Wohnzimmern schwer umzusetzen. Was Abhilfe schafft, ist die bereits oben erwähnte Steuerung der Lautsprecher über DSP/Soundprocessing. Damit lässt sich auch bei unausgewogener Aufstellung für den Hörplatz ein Klangbild erzeugen, das den Namen HiFi verdient. Das Nonplusultra ist aber die Kombination dieser Technologie mit der Beachtung der genannten Grundsätze.

Weitere Informationen zu den aus meiner Sicht umfassendsten „Raumkorrektur-Systemen“ von Trinnov findest du über die folgenden Links:

Stereo Vorverstärker (2.0 und 2.2 Setups)

Trinnov ST2-HiFi

Trinnov ST2 HiFi Vorverstärker bzw. Raumkorrektur-Prozessor

Trinnov Amethyst

Trinnov Amethyst Stereo 2.0 und 2.2 Vorverstaerker

Multi-channel AV preamplifier

Trinnov Altitude 16

Trinnov Altitude16 AV-Vorverstaerker

Trinnov Altitude 32

Trinnov Altitude 32 – Heimkino AV-Vorverstaerker Flaggschiff

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