TechDas Air Force 20 – einfach nur traumhaft

„Ja, ich will.“, möchte man beim Anblick dieses Traumlaufwerks sagen ...
Schockverliebt.
Es gibt Entscheidungen im HiFi-Leben, die sind fern jeder Vernunft. Die kommen von Herzen. Gepaart mit rationalen Gewissheit, dass man nur einmal lebt. Als ich den TechDas Air Force 20 – für mich damals überraschend – auf der Highend 2026 in Wien erblickte, war so ein Moment. Der musste einfach her. Ob ich viele davon verkaufen werde? Egal. Manchmal muss man sich als Händler auch einen persönlichen Traum erfüllen.
Ende 2026 kommt er – hoffentlich. TechDas produziert das Laufwerk sogar mit einer zweiten Fertigungsstrecke, weil es wohl mehr Leuten so erging wie mir.
Freut euch mit mir und schaut vorbei, wenn sich mein Traum dreht …
Aktuelles Angebot: TechDas IV aus der Vorführung zu attraktiven Konditionen abzugeben
- wg. Upgrade auf den TechDas Air Force 20
- Mit individueller Tonarm-Basis oder bis zu 2 Tonarmbasen für Korf Tonarme
- Als Laufwerk oder als Kombination von Laufwerk mit Korf Tonarmen (TA-SF11R und TA-CF10)
- Preis auf Anfrage: 0151-22316655
Aufbau
Die unerschütterliche Basis des TechDas Air Force 20 ist ein 60 kg schwerer Rahmen aus Edelstahl. Auf diesem Basisrahmen sind die Federung und der Motor montiert.
Das eigentliche Hauptchassis mit Teller und Tonarmbasen ist davon mechanisch über die Feder-Öl-Entopplungsfüße isoliert (s. u.). Damit verfolgt TechDAS zwei Ziele gleichzeitig:
Der Motor bekommt mit der sehr schweren Basis ein möglichst ruhiges, reaktionsträges Fundament.
Der Teller-/Tonarmbereich wird von Motor- und Umgebungserschütterungen entkoppelt.
Das Hauptchassis besteht überwiegend aus der hochfesten Aluminiumlegierung A7075, oft als „Super-Duraluminium“ bezeichnet. Die Tonarm-Montageplatten und das Top-Panel bestehen aus A5052 – manche Quellen berichten auch von Holz als Basen-Material. Wir werden sehen …

Die externe Einheit enthält Netzteil und zwei Pumpen.
Es werde Luft …
„Schwebender“ Plattenteller
TechDas setzt generell auf luftgelagerte Plattenteller sowie eine Vakkum-Ansaugung der Schallplatte. Diese Kombination ist am Markt äußerst selten, und TechDas hat beides perfektioniert. Konkret heißt das für den Air Force 20:
Der Plattenteller schwebt auf einem sehr dünnen Luftpolster von 10 µm, das ist etwas mehr als beim TechDas IV, und angesichts des deutlich schwereren Tellers ist abzuleiten, dass auch die Pumpeneinheit größer dimensioniert ist.

Die externe Einheit enthält Netzteil und zwei Pumpen.
Vakuum-Ansaugung
Die Vakkum-Ansagung war und ist für mich ein Killer-Feature bei der Schallplatten-Wiedergabe, weil es die Schwächen des Mediums an sich kompensiert. Der Tonarm führt den Tonabnehmer deutlich souveräner und leichter durch die Rillen, die Dämpfungssysteme des Tonabnehmers werden weniger belastet, die Eigenresonanzen der Platte reduziert. Klar, dass der Klang davon enorm profitiert.
Die Vakuumfunktion der Air Force 20 ist nicht nur für die LP gedacht. Sie koppelt auf sehr feste, resonanzarme Weise drei Elemente:
- Hauptteller
- oberer Teller
- Schallplatte
Aktiviert man die Ansaugung, wird Luft über entsprechende Kanäle abgesaugt, sodass die LP fest auf den oberern Teller gezogen wird. Gleichzeitig wird der obere Teller „kraftschlüssig“ via Vakuum mit dem Hauptteller verbunden. Durch den Unterdruck wird laut TechDas auch die Dämpfung des Plattentellers erhöht.
Das Funktionsprinzip ähnelt übrigens dem der Air Force One: Auch bei diesem Laufwerk haben wir eine Kombination aus Haupt- und oberem Teller mit interner Luftkammer.
Das ist beim TechDas Air Force 20 aber noch nicht alles in Sachen Luft, da wäre noch das Schwungrad, aber das kommt im nächsten Kapitel …
Antrieb mit Schwung
Luftgelagertes Schwungrad
Der TechDas Air Force 20 sieht dem Air Force Zero ähnlicher als dem Air Force One. Und es gibt auch technische Gemeinsamkeiten, was angesichts des Preises des Zero (>300.000 Euro) aufhorchen lässt. Es geht um den Motorblock mit luftgelagertem Schwungrad.
Der 2-Phasen-4-Pol-Synchron-AC-Motor (im 4 kg schweren A5052-Alu-Gehäuse) befindet sich links an der Zarge, wo er mit zwei massiven Haltern befestigt ist. Er treibt beim Air Force 20 nicht unmittelbar einen kleinen Riemen-Pulley an. Der Pulley ist mit einem Schwungrad kombiniert, das selbst auf einem Luftlager läuft. Das Schwungrad ist leichter als der Plattenteller, rotiert jedoch schneller.
Der Nutzen des Ganzen: Das Gesamtträgheitsmoment beträgt 12,3 kg·cm². Das ist kein „Gewichtswert“, sondern ein Maß dafür, wie stark sich ein rotierendes System gegen kurzfristige Drehzahländerungen wehrt. Zum Vergleich: Der Air Force IV hat gut ein kg 1 cm², der Air Force III Premium gute 3 kg cm².
Die Wirkung:
Gleichmäßigere Drehzahl trotz wechselnder Reibkräfte an der Nadel
Weniger Einfluss von Polruckeln des Synchronmotors
Entkopplung des Motors vom eigentlichen Antriebspulley: Die Kraftübertragung erfolgt magnetisch, sodass Motorvibrationen nicht direkt in den Pulley eingekoppelt werden.
Der Antrieb erfolgt über einen 4 mm breiten präzisionspolierten Flachriemen aus Polyesterfaser. Die Riemenspannung muss zu Beginn akribisch eingestellt werden, der Riemen darf dabei nicht zu fest gespannt werden und auch nicht zu locker sitzen.
Entkopplung Next Level: Feder-Öl-Suspension beim Air Force 20
Viele, auch sehr teure (Masse-)Laufwerke muss man „eigenhändig“ entkoppeln, was durchaus aufwändig werden kann. Der TechDas Air Force 20 besitzt ein gefedertes Dreipunkt-Subchassis – eine Neuinterpretation des Prinzips des früheren Air Force Two.
Das Hauptchassis steht auf drei Feder-/Dämpfer-Elementen auf dem schweren Edelstahl-Basis-Chassis. Jede Feder sitzt in einer Gummi-Membran, von Öl umgeben. Über eine Drosselöffnung bewegt sich das Öl in eine separate Kammer mit einem beweglichen Trennkolben.
Das Ganze funktioniert so
Die Federn befinden sich in einem abgedichteten unteren Bereich der Dämpfungsfüße, umgeben von einer Gummimembran. Sie entkoppeln das Laufwerk von Trittschall, Rack-Vibrationen und durch Luftschall angeregte Bewegungen des Bodens.
Das Öl befindet sich in einer geschlossenen Kammer.
Die Drosselöffnung ist ein sehr kleiner, genau definierter Durchlass für dieses Öl — bildlich wie ein winziges Loch in einer Spritze.
Der freie Kolben ist ein beweglicher Trennkolben, der sich innerhalb seiner Kammer verschiebt.
Wenn nun eine Anregung erfolgt, wird die Feder zusammengedrückt oder entlastet. In dem Moment übt sie Druck auf das Öl aus, und da dieses nicht zusammengedrückt werden kann, weicht es aus, indem es langsam über die Drosselöffnung in die zweite Kammer fließt. Dort verschiebt das nachströmende Öl den freien Kolben. Weil der Ölfluss durch die kleine Öffnung gebremst wird, wird auch die Federbewegung gebremst. Die Bewegungsenergie wird dabei überwiegend in eine winzige Menge Wärme im Öl umgesetzt.
Vorteil: Das Chassis kann nicht unkontrolliert nachfedern. Der TechDas Air Force 20 besitzt also ein extrem stabiles Subchassis bzw. die perfekten Stoßdämpfer.

So klingt der TechDas Air Force 20
Auf der Highend 2026 in Wien konnte man schon erahnen, welche Fähigkeiten der Air Force 20 besitzt. Die Kombination aus mehrfacher highendiger Entkopplung, höchster Stabilität, schwerem Teller und Schallplattenansaugung verspricht ein Laufwerk, dass vor Souveränität sprüht und der Garant dafür ist, dass Tonarm und Tonabnehmer alles aus der Schallplatte herauskitzeln …
Ich freue mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten …
TechDas Air Force 20: technische Daten und Preise
Laufwerk
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