MeroVinger MELO-DI – einzigartiger Open-Baffle-Lautsprecher

Merovinger Audio MELO-DI Dipol-Lautsprecher in 3 Ansichten: Front seitlich, Seitenansicht, Frontalaufnahme

MELO-DI – ein optisch wie konzeptionell außergewöhnliches Lautsprecher-System.

Pianist Martin Vatter Porträt

„Ich habe die Merovinger Melo-Di in der Kette Acousence pow-amp/Trinnov/Acousence DAC genießen dürfen: Das ist eine der am besten abgestimmten Anlagen, die ich jemals erlebt habe, das kommt verdammt nahe an meine Referenz heran – die allerdings ein Preisschild von 500.000 Euro trägt … Selten habe ich mein Klavierspiel so echt empfunden wie mit der MELO-DI. Riesenkompliment an Merovinger Audio!“

Martin Vatter (Pianist, Komponist und begeisterter Audiophiler)

Musik in meinen Ohren – wie noch nie zuvor …

In meinem Hörraum waren viele außergewöhnliche Lautsprecher von Marken mit Weltruf zu Gast – mal länger, mal kürzer. Ich bin mir sicher, dass die MELO-DI von MeroVinger Audio sehr, sehr lange hier stehen wird. Denn mit ihr habe ich mein persönliches Klang-Ideal erreicht. Und in Sachen Design trifft der Lautsprecher für meinen Geschmack ebenso voll ins Schwarze.

Die MELO-DI ist nicht nur aus klanglicher und optischer Sicht außergewöhnlich. Ich hatte nämlich die Ehre, an der Entwicklung dieses Meisterwerks teilhaben zu dürfen: Tests mehrerer Prototypen mit unterschiedlichen Treiber-Anordnungen, intensive Hörtests verschiedener Trennfrequenzen für die Weiche, Ideen für Materialien und Fertigungstechnik …

Äußerst spannend, wie aufwändig eine Lautsprecher-Entwicklung ist, wenn man kompromisslos agiert und das Beste herausholen will. Und ein wenig stolz bin ich natürlich auch, dass einige meiner Anforderungen und Ideen umgesetzt wurden.

Kommt vorbei und lasst euch von der MELO-DI verzaubern …

Konzeption und Aufbau des MELO-DI Lautsprecher-Systems

Der Name deutet es an: Die MELO-DI strahlt nach vorne und hinten ab, was sich in einem im wahrsten Sinne „offenen“, luftigen Klangbild offenbart. Solche Open-Baffle-Konzepte kommen im Bass irgendwann an ihre Grenzen, deshalb ist das System zur Verheiratung mit Subwoofern gedacht. Gerade damit ergeben sich dank Trinnov WaveForming oder Dirac ART® ganz neue klangliche Möglichkeiten. (Die ihr, wenn ihr euer Hobby ernst nehmt, definitiv anhören solltet.)

In Sachen Subwoofer kann die Münchner Manufaktur aus dem Vollen schöpfen – hat sie sich doch in Sachen Tiefton-Kompetenz dank hauseigener Sensor-Regelung, hochwertiger Chassis und individueller Gehäuse-Fertigung eine große Reputation erarbeitet. Denkbar sind also zum Beispiel:

  • Zwei Subwoofer, einer für den linken und einer für den rechten Kanal – als On-Wall-Ausführung, klassische Würfel oder Eck-Woofer, am besten symmetrisch den Lautsprechern wandnah aufgestellt
  • Vier Subwoofer, z. B. zur Platzierung in allen vier Raumecken oder als Pärchen vorn und hinten, damit die rückwärtigen Subs primär den Bass absaugen können.
  • Dipol- oder Ripol-Arrays (die dann ebenfalls Wandabstand benötigen) für Leute, die von Open Baffle gar nicht genug bekommen können

Mit einer unteren Grenzfrequenz von rund 40 Hertz könnten die Dipole auch alleine betrieben werden, aber das Zusammenspiel mit Subwoofern bringt entscheidende Vorteile:

  • Die Positionierung, Anzahl und mögliche Arrays von Subwoofern kann genau auf den Raum abgestimmt werden, beim angesprochenen WaveForming bilden Raum und Woofer eine perfekte Symbiose. Denn unter 150 Hz macht nicht nur das Tiefbass-Chassis Musik, sondern vor allem der Raum.
  • Dank der Auslagerung des Tiefbass-Bereichs werden Auslöschungen minimiert, zumal man bei der Trennfrequenz einen gewissen Spielraum hat, sagen wir zwischen 120 bis 60 Hertz. Je nach Woofer, Position und Geschmack.
  • Die Übernahme tiefer Frequenzen durch Subwoofer entlastet die Breitbänder, sodass diese präziser, leichtfüßiger, souveräner zu Werke gehen. Gerade der Kick-Bass und der Grundton profitieren davon, das Klang-Niveau steigt. Mal ganz abgesehen von den Pegeln, die sich absolut verzerrungsfrei und vollkommen unangestrengt realisieren lassen.
Detailansicht AMT Hochtöners neben zwei Breitband-Chassis im Merovinger Lautsprecher MELO-DI

Farblich perfekt aufeinander abgestimmt: AMT und Breitbänder

Detailansicht des Breitband-Chassis neben dem AMT Hochtöner im Merovinger Lautsprecher MELO-DI

Waveguides für alle Treiber – weniger Reflexionen, schöner Look

6 Breitbänder im „Time Array“

Das Design der MELO-DI ist geprägt von der Treiber-Anordnung der 6 Breitband-Chassis, die vom taiwanesischen Spezialisten Tangband bezogen werden. Im Gegensatz zu klassischen Line Arrays, wo die Treiber stur untereinander angeordnet sind, berücksichtigt das MeroVinger „Time Array“ penibel genau die Laufzeiten der einzelnen Chassis zum Ohr – unter Berücksichtigung des empfohlenen Hörabstands von 3 bis 5 Metern. Das Resultat (siehe unten): ein Phasengang und eine Impulsantwort, wie ich ihn noch bei keinem Lautsprecher gemessen habe – außer bei der MELO-DI 2 ;-)

Das Referenz-Chassis liegt dabei auf Ohrhöhe, die anderen Chassis sind etwas versetzt angeordnet, so dass der Höhen-Unterschied und damit der längere Weg zum Ohr ausgeglichen wird.

„Moment!“, werden einige jetzt sagen, „je nach Sesselhöhe oder Körpergröße ist das Referenz-Chassis dann gar nicht auf Ohrhöhe …“. Genau deshalb fertigt MeroVinger den Standfuß individuell an und variiert ihn leicht in der Höhe, um diese Unterschiede zu berücksichtigen.

Keine Sorge: Auch nachträglich (neues Sofa gefällig?) ist eine Anpassung möglich, indem der verschraubte Mittelteil des Ständers getauscht wird.

Mundorf AMT für klangliche Höhenflüge

Das „Time Array“ ergänzt MeroVinger mit einem Air Motion Transformer in Dipol-Ausführung: ein leicht modifiziertes Modell von Mundorf, das äußerst verzerrungsarm, feinst auflösend und musikalisch aufspielt.

Warum nur ein Hochtöner und kein Array?

  • Da die Breitbänder aufgrund des Open-Baffle-Konzepts zu niedrigeren Frequenzen hin Schalldruck verlieren, werden sie mit Hilfe eines einzigen, äußerst flachen Filters linearisiert. Am Ende resultiert ein Wirkungsgrad, der mit rund 94 dB dem des AMT entspricht.
  • Das Bündelungsverhalten der Lautsprecher wird verbessert: In dem Moment, wo das Array verstärkt bündelt, übernimmt der Air Motion Transformer, der aufgrund seiner vergleichsweise geringen Höhe auch in der Vertikalen breiter abstrahlt. Somit konnte eine Gesamthöhe von gut 1,60 Metern realisiert werden – ein Format, das sich gefälliger in einen Raum integrieren lässt als ein 2,20-Meter-Lautsprecher mit Hochton-Array.
Edler Standfuß aus Messing und Edelstahl mit gelasertem Logo – Merovinger Lautsprecher MELO-DI

Der in der Höhe individuell angefertigte Ständer ist besteht aus Edelstahl und ist in dieser Ausführung mit einer dünnen Messingplatte verleimt. Er wiegt ca. 35 kg und sorgt für einen perfekten Stand.

Innenaufbau und Verkabelung

Die Chassis der MELO-DI sind allesamt mit Mundorf Angelique verkabelt. Die Kabelführung erfolgt primär verdeckt (somit ist der Lautsprecher auch von hinten ohne Abdeckung absolut ansehnlich).

Auch die Lautsprecher-Terminals stammen von Mundorf.

Alle Chassis sind in eine separate, bedämpfte Platte montiert, die als Ganzes verschraubt wird.

Brachiale Emotion – der Klang der MELO-DI

Ich kann der MELO-DI – in Kombination mit Trinnov WaveForming (aktuell bei mir mit bis zu 12 Woofern in der Demo, ich kann es aber auch mit weniger vorühren) – in den gängigen Bewertungsdisziplinen jeweils eine glatte EINS vergeben:

  • Absolute Homogenität: Alles spielt aus einem Guss, in einem Fluss, jede Darbietung erscheint als großes Ganzes und nicht als analytisch herausgeschälte Klang-Inseln.
  • Faszinierende Auflösung: Herausarbeitung feinster Details und mikrodynamischer Facetten
  • Frappierende Grobdynamik: Ja, die ist tatsächlich noch einen Tick besser als beim Vorgänger-System, was ich gar nicht glauben wollte zu Beginn. Vielleicht macht das Time Array das Tüpfelchen auf dem i aus.
  • Fein ziselierte, realistische Bühnenstaffelung in der Breite, die etwas über die Lautsprecher hinausgeht und die als solche wahrlich „verschwinden“. Dank des Open-Baffle-Prinzips schöne plastische Ausleuchtung in der Tiefe
  • Natürlichkeit und Nahbarkeit von Instrumenten und Stimmen
  • Entspanntheit und Souveränität: keine Schärfen, keine nervenden S-Laute, keine harschen Töne. Dabei nichts an Realismus einbüßend. Locker, leicht und souverän aus der Hüfte schießt die MELO-DI die Impulse Richtung Hörplatz.

Was die MELO-DI für mich einzigartig macht, ist die Kombination aus brachialer, zupackender Dynamik und emotionalem Feinsinn. Also doppelte Gänsehaut, wenn man so will: Der Impuls, der einem durch Mark und Bein fährt, und die emotionale Ausdruckskraft, die einem ans Herz geht.

Nicht nur das: Die MerovVinger MELO-DI scheint aus jeder Aufnahme das Bestmögliche heraus zu kitzeln. So ehrlich die Wiedergabe auch ist, man hat das Gefühl, dass jede Aufnahme nochmal veredelt wird. Besonders fällt das bei typischen 80er-Jahre-Aufnahmen ins Gewicht. Die MELO-DI schafft es, solche Produktionen deutlich genießbarer zu machen. Ich kann das an gar keiner speziellen Eigenschaft festmachen, aber ich empfinde es definitiv so.

Was ich eigentlich damit sagen will: Hört und schaut euch diese Lautsprecher bei mir an, als erfrischende Abwechslung von highfidelen Standards. Alles Weitere sagt euch ohnehin nur euer Ohr!

Was kann die MELO-DI besser als die kleine Schwester MELO-DI 2?

  • 57 % mehr Membranfläche: noch mehr Souveränität, bessere Kickbass-Performance
  • Vergrößerte Bühne und Abbildungsdimensionen: das ist hier der echte Live-Charakter
  • Verbesserte Grob- und Feindynamik: Die Grobdynamik steigt aufgrund der größeren Abstrahlfläche, die Feindynamik und Natürlichkeit gewinnt nocheinmal aufgrund der Chassis-Qualität der Tangband Breitbänder
  • Weniger Boden-/Decken-Reflexionen: Das Array ist hoch genug, um Reflexionen zu vermeiden und damit insbesondere eine bessere Gruppenlaufzeit zu garantieren

Ob einem das den fast doppelten Preis wert ist, muss jeder für sich entscheiden, die MELO-DI 2 spielt fürs Geld schon überragend …

Detailaufnahme des Breitband-Chassis im Merovinger Highend Dipol-Lautsprecher MELO-DI

Zur Steigerung der Richtwirkung und Reduzierung von Reflexionen kommen Waveguides zum Einsatz – schick schaut es zudem aus!

Detailaufnahme der integrierten Mundorf Lautsprecher Terminals im Merovinger MELO-DI Lautsprecher

Höchste Qualität für jedes Bauteil: die Terminals von Mundorf, ebenso in das Mounting Plate integriert.

Aufstellung und Praxis

Die MELO-DI benötigt mindestens einen Meter Wand-Abstand, je nach Geschmack gern ein wenig mehr. Hinter den Lautsprechern machen sich Diffusoren sehr gut, ich kann z. B. die Fractal 34 von Ekustik wärmstens empfehlen. Sind aber nicht zwingend notwendig.

Allzu bedämpft (wir reden von reiner Absorption) sollte die Rückwand nicht sein.

Die Lautsprecher sollten leicht angewinkelt werden, ca. 15–20 Grad gebe ich mal als Ausgangspunkt mit.

Was sich dank des Time Arrays sofort bemerkbar macht, sind reduzierte Boden-/Decken-Reflexionen. Letztere führten bei mir dazu, dass ich bei meinem Vorgänger System die Bass-Abteilung aufgeteilt habe: Oberbass und Kickbass über Bässe an der Wand, Tiefbass über Subwoofer in der Ecke. Mit der MELO-DI habe ich keine hörbare Beeinträchtigung der Gruppenlaufzeit bei ca. 90 Hertz mehr, die Wandbässe konnten entfallen. Der Kickbass war danach nochmal klar besser. Die Breitbänder verschieben ordentlich Luft, und die Membranfläche

Bezüglich Subwoofern ist man ohnehin flexibel, das ist ja Teil des gesamten Lautsprecher-Konzepts und bietet in Sachen Raum-Integration und -Anregung maximale Flexibilität. Mein Tipp an der Stelle: Versteckt die Subwoofer in einer Front aus Lignohome® bzw. Lignotrend® Akustikmodulen (Wandabstand 15 bis 30 cm): so habt ihr passive und aktive Akustikmaßnahmen in einem Wisch erledigt, und ein besseres Gesamtergebnis wird sich kaum erzielen lassen.

Technische Daten und Preise für die Merovinger MELO-DI Lautsprecher

EigenschaftWert
Konstruktions-PrinzipOpen-Baffle-Lautsprecher mit „Time-Array“ aus Breitbändern und AMT
Chassis- Mundorf Dipol AMT
- Tangband 1772
Frequenzgang ohne Sub40 bis 24.000 Hz
Frequenzgang mit Subs10 Hz bis 24.000 Hz (Beispiel MeroVinger Stingray 18 Zoll Woofer)
Kennschalldruck94 dB (2,83 V; 1 m)
SPL maximal115 dB (ohne Sub-Unterstützung)
Belastbarkeit200 Watt
Impedanz5,5 / 6 Ohm
Empfohlene Raumgröße> 30 qm
Empfohlener Hörabstand3 bis 5 Meter
Farben- Elo-Grey (grauer Mattlack)
- Elo-Black (schwarzer Mattlack)
- Elo-RAL (Mattlack in Wunschfarbe): + 900 €
- Hochglanz Klavierlack: + 3.900 €
Maßeca. 165 × 46 × 17 cm (H × B × T); Höhe inklusive Ständer; Ständerhöhe variabel je nach Sitzhöhe
Maße Ständerfläche46 × 55 cm (B × T)
Gewicht pro Lautsprecher55 kg ohne Ständer; 85 kg inklusive Ständer
Preise Lautsprecherab 26.900 €
Rückansicht des Dipol-Lautsprechers MELO-DI von Merovinger Audio mit 6 Breitband-Chassis und einem AMT

Auch von hinten schön anzusehen: Die Treiber samt Kabelführung sind in ein bedämpftes Mounting-Plate eingelassen, das als Ganzes mit dem eigentlichen Gehäuse verschraubt wird.

mustergültige Impulsantwort Merovinger MELO-DI Lautsprecher am Hörplatz in ca. 4,8 Meter Entfernung

Impulsantwort der MELO-DI: die beste, die ich je bei mir gemessen habe (Unkorrigierter linearer Impuls, gemessen mit Trinnov 3-D Mic am Hörplatz)

nahezu linearer Phasenverlauf bis 100 Hertz der Merovinger MELO-DI Lautsprecher

Phasengang der MELO-DI: Man sieht, dass der Hersteller sein Handwerk versteht. Der Bereich unter 150 Hz ist aufgrund des starken Raumeinflusses nicht aussagekräftig. (Unkorrigierte Phase, gemessen mit Trinnov 3-D Mic am Hörplatz; Aktivweichen-Konfiguration mit Trinnov)

Dimi Vesos zu Besuch bei mir – seine Eindrücke von der MELO-DI im Video

MELO-DI trifft MELO-C – passende Ergänzung von Heimkino-Lautsprechern

Dipole im Heimkino funktionieren für die Front hervorragend, aber dann wird es dünn, weil schlicht der Raum zur Aufstellung fehlt. Darum bietet MeroVinger als Lösung eine Lautsprecher-Serie im geschlossenen Gehäuse an, die mit den gleichen Breitbändern arbeitet wie die MELO-DI. Dazu gesellt sich ebenso ein AMT von Mundorf, allerdings optimiert für die Closed-Bauweise.

In jedem Fall spielen die MELO-DI Und MELO-C aus einem Guss, die räumliche und dynamische Darbietung ist aller Ehren wert. Und auch das führe ich euch gern bei mir vor.

Zur MELO-C Heimkino-Serie

Fragen zum MELO-DI Lautsprecher? Probehören? Jederzeit!

Alle Felder sind Pflichtfelder. Zu den Datenschutz-Bestimmungen

Kontakt Audio-Freak allgemein