Mehr Kickbass / Punch im Heimkino und in Stereo Setups: Hintergründe und Tipps

Der besondere Kick …
Punch und Kick sind Dinge, die sich im Prinzip jeder Heimkino- und HiFi-Begeisterte wünscht. Gleichzeitig ist ein (sehr) guter Kickbass eine echte Herausforderung. Hier sind nicht nur die Lautsprecher gefragt, sondern vor allem deren Positionierung und Interaktion mit dem Raum.
Subwoofer können eine wirksame Maßnahme sein, um das Kickbass-Feeling zu verstärken. Allerdings verlangt deren Einbindung Know-how und entsprechende (digital gesteuerte) Systeme für die zeitliche Integration und einen perfekten Übernahmebereich.
Bevor wir zu möglichen Maßnahmen zur Kickbass-Optimierung kommen, möchte ich zunächst auf die Definition von Kickbass eingehen, denn nicht jeder HiFi- oder Heimkino-Liebhaber versteht das Gleiche darunter.
Was versteht man unter Kickbass?
Wenn man sich typische Einteilungen von Frequenzbereichen ansieht, sind diese weder einheitlich noch liefern sie zwingend eine konkrete Information zum Kickbass. REW liefert z. b. folgendes Schema für die Bass-Frequenzen:
- bis 20 Hertz: Infraschall
- 20 bis 60 Hertz: Subbass
- 60 bis 250 Hertz: Bass
Andere Quellen liefern andere Einteilungen, und manchmal finden sich dort direkte oder indirekte Hinweise auf den Kickbass: „Bass von 40 bis 100 Hertz: Grundtonbereich von Kickdrums, E-Bässen und Floor-Toms; erzeugt den ‚Thump’ “

Der Kickbass umfasst also einen relativ breiten Frequenzbereich innerhalb des Basses – das bestätigen auch Realtime-Messungen, die ihr selber mit einem Mikrofon (z. B. Umik-1) und REW durchführen könnt. Oder via iPad mit passender App (Spektroskop) und – im Idealfall – per USB angeschlossenem Mikrofon:
- Der Bass-Ausgangsimpuls bei einer typischen Bassdrum liegt bei ca. 50 bis 60 Hz (bei Metallicas „One“ sieht man hier einen wunderbaren Ausschlag)
- Der typische „Pop-Kick“, also Kickbass bei Pop-Musik, kann ebenfalls so tief losgehen, hat aber häufig relevante Kicks im Bereich 60 bis 120 Hz, da fallen z. B. die Toms bei „In the Air Tonight“ mit rein.
- Schüsse in Filmen, die auf die Brust und in den Magen gehen sollen, haben ihre Ausgangsimpulse ebenso bei 35 bis 50 Hz (z. B. Pumpgun) oder 50 bis 80 Hz (z. B. Gewehre und Pistolen unterschiedlicher Couleur).
Wichtig: Diese Frequenz-Bereiche verschmelzen ineinander, es gibt keine scharfen Trennlinien. Und noch etwas ist entscheidend, wenn wir den Kickbass optimieren möchten: Es gibt eben nicht nur die Basis-Frequenzen im Bass, sondern auch deren „harmonische Vielfache“ in höheren Frequenzbereichen. Das betrifft den Bereich von 150 bis 250 Hz sowie – und jetzt wird es spannend – auch den Mittel-/Hochtonbereich: Gerade die Frequenzen zwischen 1.000 und 3.000 Hz sind für den Kickbass wichtig: Attacke Knall, Definition, Klarheit – diese Eigenschaften, kommen erst hinzu, wenn die Lautsprecher im Raum (!) ordentlich liefern (s. u.).
Hier nun meine Defintion von Kickbass:
- Ansatzloser Impuls und Druck: 40 bis 80 Hz
- Verstärkung von Körper, Kraft, Ortbarkeit : 80 bis 250 Hz
- Attacke, Knall, Definition, Klarheit: 1.000 bis 3.000 Hz
Subwoofer ja oder nein?
Wir haben gesehen, dass der Kickbass-Bereich relativ breit ausfällt und dass wesentliche Schallereignisse im Heimkino dort verortet sind. Wenn wir von einem Pumpgun Ausgangsimpuls bei 45 Hz ausgehen, betrifft das eindeutig den oder die Subwoofer.
Klar ist auch, dass es sehr potente Basslautsprecher braucht, um solche Frequenzen (das hört ja bei 45 Hz nicht auf, sondern reicht auch weiter runter) mit vollem Schalldruck wiederzugeben. Man nehme ein Schallpegelmessgerät zur Hand und messe bei einem Referenzpegel von ca. 80 bis 85 dB die Ausreißer bei solchen Schuss-Attacken, da kommen gern mal Impulsspitzen mit 115 dB zustande.
Fürs Heimkino brauchen wir also über die Sinnhaftigkeit von Subwoofern nicht diskutieren. Doch wie verhält es sich in Stereo?
Subwoofer für besseren Kickbass bei der Stereo-Wiedergabe?
Auch bei klassischen 2-Kanal-Setups sind Subwoofer zielführend:
- Die Hauptlautsprecher werden vom Tiefbass entlastet, können dann im Oberbass und Grundton umso souveräner, präziser, im wahrsten Sinn „befreiter“ musizieren. Zudem sind dann kleinere Lautsprecher möglich, das Budget für Subs ist also schnell wieder reingespielt.
- Eventuelle Frequenzeinbrüche (z. B. aufgrund von Rückwand-Reflexionen) können bei entsprechender Positionierung der Subwoofer aufgefüllt werden.
- Subwoofer besitzen speziell für den Tiefton ausgelegte Chassis (sollten sie zumindest), oder sogar zusätzliche elektronische Regelungen wie bei einigen der MeroVinger Stingray Subs. Klar ist, dass diese Chassis bessere Klang- bzw. Punch-Erlebnisse bringen als ein 8 Zoll großer Tiefmitteltöner.
Voraussetzungen für sinnvolle Subwoofer-Integration
Ihr kennt die typischen Bilder in HiFi-Zeitschriften, wo zwei Subs oder besser noch zwei Türme von Subs neben den Hauptlautsprechern stehen und der Autor des Beitrags von Bassorgien schwärmt? Nichts ist irreführender als diese Art der Bass-Erweiterung:
- Die Subs werden die gleichen oder ähnliche Auslöschungen und Überhöhungen aufweisen wie die Hauptlautsprecher, bei diesen Entfernungsunterschieden tut sich nicht so viel.
- Die Subs entlasten die Hauptlautsprecher nicht, denn diese werden ohne Highpass-Filter weiterbetrieben.
- Es kommt sogar zu Aufdickungen oder zusätzlichen Auslöschungen, wenn der Übernahmebereich nicht sauber gestaltet ist (was hier praktisch nie der Fall ist bzw. sein kann) und die zeitliche Komponente nicht berücksichtigt wird.
Wer also auf hohem Niveau Kickbass erleben will und dazu Subs einsetzen möchte, der kommt um ein digital gemanagtes System nicht herum. Und mit Trinnov WaveForming und Dirac ART® stehen nun Technologien parat, die nicht nur ein perfektes zeitliches Alignment von Subs und Satelliten bieten, sondern den Nachhall im Bass signifikant senken (was vorher nicht möglich bzw. denkbar war).
Subwoofer sollten im Idealfall direkt an der Wand oder in den Ecken platziert werden. Wer die oben genannten wegweisenden Systeme nutzt, sollte bzw. muss (bei WaveForming) die Subwoofer vorne und hinten platzieren. Das als kleiner Exkurs, der aber beim Thema Kickbass irgendwo dazugehört …
Die richtigen Lautsprecher und Subwoofer wählen
Folgende Ratschläge kann ich euch geben, wenn es um die Auswahl von Lautsprechern und Suboofern geht, die gemeinsam das beste Kickbass-Erlebnis ausmachen. Das sind grobe Richtlinien, Ausnahmen bestätigen die Regel, und jedes individuelle Setup bzw. jeder individuelle Raum lässt Spielräume zu.
Eigenschaften Subwoofer
- Kein Lowpass-Filter bzw. Lowpass-Filter deaktivierbar
- Fähigkeit, von 35 Hz bis 250 Hz linear zu spielen
- Chassis-Größe: 12 bis 18 Zoll
- Kein zu großes Membrangewicht
- Membran-Kontrolle (Endstufe, Dämpfungsfaktor, ggf. Regelung)
- v. a. bei Musik ideal: geprägte/gewickelte Stoffsicke statt „Gummiwulst“
Eigenschaften Lautsprecher bei Kombination mit Subs
- Passend zum Subwoofer: Es braucht keine 15 Zoll Bässe in den Hauptlautsprechern, wenn sie mit Subs solcher Größen kombiniert werden, ist ja auch ein Kostenfaktor. Und etwas kleinere Membranen (am besten mehr davon) können dann ihre Vorteile ausspielen (Antritt, Schnelligkeit, Abstrahlverhalten …)
- Fähigkeit, ½ bis 1 Oktave unter der Trennfrequenz linear zu spielen: Das relativiert die grade gemachte Aussage ein wenig, denn bis 60 Hz sollte der Lautsprecher mit vollem Schalldruck spielen können, da kommen manch sehr kleine Tief(mittel)töner an ihre Grenzen.
- Hochwertige Chassis
- Entsprechende Membranfläche, um auch im Mittel-/Hochton „Luft zu verschieben“. Hier zählt die abstrahlende Fläche, und hier haben z. B. längere Bändchen oder AMTs Vorteile gegenüber den kleinen „Kalöttchen“. Der Frequenzbereich von 1.000 bis 3.000 Hertz ist für den Kickbass wichtig, es geht um die oft zitierten „Transienten“.
Lautsprecher in 2.0 Setups
Kommt kein Subwoofer zum Einsatz, sollten die Lautsprecher mit vollem Schalldruck bis 40 Hz spielen können und entsprechend potente Bass-Chassis besitzen (eine leichte, größere Membran schadet hier nicht, aber es gibt auch kleinere Membranen mit Hub-Potenzial, die Spaß machen können). Für den Mittel-/Hochton gilt das oben Gesagte.
Zudem sollte der Raum insbesondere hinter den Lautsprechern akustisch behandelt werden (Bassfallen), um Auslöschungen (der Rückwand vor allem) zu minimieren. Eine Einmessung ist absolut sinnvoll, um die beste Position im Zusammenspiel mit der Raumakustik zu ermitteln.
Die richtige Trennfrequenz für Sub/Satelliten
Wir haben bereits über die typischen Rückwand-Auslöschungen gesprochen. Nehmen wir mal eine gängige Position von Lautsprechern als Beispiel: einen Meter von der Rückwand entfernt (gemessen von der Vorderseite).
Rechnerisch kommen wir dann auf eine Auslöschung rund um 85 Hertz. Das liegt leider voll im kickbass-relevanten Bereich. Setzen wir nun Subwoofer ein, die direkt an der Wand stehen (Beispiel 40 cm), haben diese eine Rückwand-Auslöschung bei ca. 210 Hz.
Das sind nun sehr gute Voraussetzungen für einen nahtlosen Übergang ohne Auslöschungen und eine insgesamt lineare bzw. der Zielkurve folgende Kickbass-Wiedergabe. Um die richtige Trennfrequenz zu finden, solltet ihr euch immer wieder vergegenwärtigen, wie so eine Trennung vonstatten geht. Eine Trennung bei 80 Hz bedeutet nicht, dass der Subwoofer dort aufhört zu spielen und der Hauptlautsprecher unmittelbar dort einsetzt.

Man sieht, dass bei Trennung von Subs und Lautsprechern bei 80 Hz eine jeweilige Reduktion der Amplitude von 6 dB gegeben ist. Das Summensignal beider Schallwandler ergibt dann bei dieser Linkwitz-Riley-Filterung 4. Ordnung einen linearen Amplituden-Verlauf.
Der Subwoofer verabschiedet sich bei der Trennfrequenz langsam vom Geschehen und ist (hörbar) bis mindestens 80/100 Hertz im Spiel. Der Hauptlautsprecher redet bis rund 50 Hz ein Wörtchen mit.
Für das o. g. Beispiel wäre eine Trennfrequenz über 80 Hz zu empfehlen, da sonst die Auslöschung bei den Hauptlautsprechern einen kleinen Einbruch im Übernahmebereich verursachen wird:

Die Auslöschung um 85 Hz kann auch durch eine Amplituden-Korrektur (zweiter Graph) nicht kompensiert werden. Energie sinnlos ins System zu pumpen, ist einer der beliebtesten Fehler ...
Die Lösung wäre in diesem Fall eine Trennung bei ca. 110 bis 120 Hz.
Eine solch höhere Trennung hat zudem den Vorteil, dass der erste Kickbass-Impuls (rund 45 bis 55 Hz) mit vollem Schalldruck des Subwoofers und quasi alleine von ihm wiedergegeben werden kann.
Aber: Wir sind wir dann in einem Bereich, wo die Subwoofer ortbar werden, sprich: diese sollten dann an der Front-Wand stehen und nicht unbedingt an der Seite. Das nur am Rande, was für ein Wortspiel …
Wer es ganz genau machen möchte, misst mit REW nach, und da wären wir beim nächsten Tipp …
Nachmessen mit REW
Eine Messung mit REW ist relativ einfach, dafür aber sehr aufschlussreich. Auch in hoch entwickelten Systemen wie Dirac ART® und WaveForming schadet es im Übrigen nicht, solche Kontrollmessungen durchzuführen. Denn es gibt z. B. keine (berechnete) Ansicht, wie sich der Frequenzverlauf von Subs und Satelliten in Summe verhält.
REW kann dann z. B. aufzeigen, dass im o. g. Beispiel bei zu tiefer Trennung ein kleiner Dip erhalten bleibt, der sich im für den Kickbass relevanten Bereich befindet:

Die Aufösung ist hier mit „variabel“ gewählt, um den kleinen Dip besser zu veranschaulichen.
Bei höherer Trennfrequenz zeigt sich, dass der kleine Dip nun vollkommen egalisiert ist. Man kann auch mit der Steilheit der Filter arbeiten, dann fängt man sich aber häufig wieder Phasenprobleme ein. Das möchte ich hier nicht vertiefen, aber bei meinen Einmessungen achte ich da genau drauf.

Sauberer Übergang bei höherer Trennfrequenz, zur Verschönerung des Ganzen in der „psychoakustischen“ Auflösung :-)
Extra „Kicker“?
Das ist kein echter Tipp, eher eine Abwägung für eine Variante der (Kick-)Bass-Wiedergabe, die von einigen Heimkino-Freaks umgesetzt wird. Grob gesagt geht es darum, einen oder mehrere für den Tiefstbass ausgelegte Subwoofer mit kleineren Subs zu kombinieren, die besonders gut „kicken“ können.
Ich bin aus folgenden Gründen zurückhaltend bei dieser Lösung:
- Wird die Trennfrequenz zwischen den Subs zu hoch gewählt (z. B. 40 oder 50 Hz), dann haben wir wie oben aufgezeigt das Problem, dass der Basis-Kick-Impuls bei 45 bis 55 Hz mit wesentlichen Anteilen von beiden Subwoofer-Typen wiedergeben wird. Das ist insofern problematisch, als es sich meist um komplett verschiedene Chassis handelt und machmal sogar um unterschiedliche Bauweisen: Bassreflex vs. geschlossen, eine schwere 24 Zoll Membran vs. eine leichtere 15 oder 12 Zoll Membran etc.
- Man hat drei statt zwei Übergänge zu optimieren: Tiefstbass-Woofer zum Kick-Woofer und Kick-Woofer zu den Hauptlautsprechern.
- WaveForming und Dirac ART® wirken aktuell nicht im Infraschall-Bereich, auch die Umsetzung als Zwei-Wege-Sub über Aktivweiche wirft Probleme auf.
Ein solches Konzept wäre dann eher in Richtung „Infraschall-Sub“ und „normaler Sub“ sinnvoll. Dann ist die Trennung bei 20 oder 25 Hz so gestaltet, dass sie den Kickbass-Bereich kaum oder gar nicht betrifft (je nach Einbindung/Flankensteilheit). Trotzdem bzw. gerade deshalb ist manuelles Tuning notwendig.
Mehr Kick für die Hauptlautsprecher?
Was man aber machen kann, wenn die Hauptlautsprecher sehr klein sind und/oder die Wiedergabe im Bereich 100 bis 300 Hz nicht zufriedenstellend ist: Du fügst solche „Kicker“ als weiteren Weg den Hauptlautsprechern hinzu (über die Aktivweichen-Funktion einer Trinnov oder Stormaudio zum Beispiel). Dann wird daraus EIN Lautsprecher gemacht, und es ist nur EIN Übergang von den Subs zu diesem „neu gestalteten“ Lautsprecher zu gestalten.
Optimierung der Raumakustik
Wenn sich Heimkinobetreiber über mangelnden Kickbass beklagen – das tun im Rahmen meiner Optimierungstouren gar nicht so wenige –, treffe ich sehr häufig stark bedämpfte Räume vor. Überdämpft eher, der Trinnov RT60-Wert zeigt dann 0,1 und darunter an. Ich selber strebe 0,2 bis 0,25 an – auch bei WaveForming.
Meine Theorie dazu ist folgende: Wenn ein Raum an allen Wandflächen stark absorbiert, verliert sich die Mittel- und Hochton-Energie sehr schnell. Der Bass-Impuls überlebt länger, aber vieles darüber „verhungert“ zum Teil schon auf dem Weg zum Ohr, spätestens an der absorbierenden Rückwand ist Schluss.
Wie ich oben ausgeführt habe, lebt die Attacke, die Klarheit, die Definition des Kickbasses – auch! – von der Mittel- und Hochtonwiedergabe. Hier gilt es anzusetzen:
- Reduzierung der reinen Absorber im Raum
- Einsatz von Absorbern mit Diffusionspaneelen („AbFusor“ werden diese häufig genannt) oder auch großflächige Beplankung mit Akustik-Paneelen wie LignoHome®, die über Kantenbrechungen und glatte Holzflächen zwischen den Schlitzen ebenso energieerhaltend und diffundierend wirken)
- Einsatz von Diffusoren (möglichst breitbandige, z. B. Fractal34 von Ekustik oder die Sirrahs), insbesondere an der Rückwand (Abstand von 1 bis 1,5 Metern zum Hörplatz ist wichtig), seitlich vor dem Hörplatz und ggf. auch zwischen den Lautsprechern. Denn auch wenn der Mittel- und Hochton vor allem gerichtet abstrahlt, gelangt er durch die Reflexion an der Wand hinter uns wieder nach vorne.
Ihr werdet sehen: Diese Maßnahme ist zwar die aufwändigste, aber für mich mit die wirkungsvollste. Am besten ist es, meine vorher genannten Tipps damit zu kombinieren und erst am Ende an der Zielkurve zu feilen. Und zu der kommen wir nun …
Zielkurven-Tuning
Wenn der Kickbass zu wünschen übrig lässt, machen viele den Bass einfach lauter. Klar, ein lauterer Bass gibt theoretisch und manchmal auch praktisch mehr Kick. Aber halt nicht immer, eigentlich eher selten. Denn mit dieser Maßnahme ändern wir weder Lautsprecher noch Subwoofer oder die Raumakustik.
Folgende Zielkurven-Änderungen könnt ihr trotzdem testen, ggf. bringen Sie euch weiter:
- Anhebung des Basis-Kickimpulses von 40 bis 60 Hz (1,5 bis 3 dB)
- Späteres Abfallen der Kurve: also nicht schon bei 60 oder 70 Hz runtergehen, sondern erst nach 100/110 Hertz, um den oberen Kickbass-Bereich zu stärken
- Anheben der besonders relevanten Frequenzen im Mittelton bzw. Präsenbereich, sprich Zugabe bei 1.000 bis 3.000 Hertz

Beispielhafte Zielkurve zum Tuning des Kickbasses (nur schematisch, soll keine allgemeingültige Empfehlung sein, zumal hier mehrere Maßnahmen kombiniert sind).
Trinnov Vorverstärker mit WaveForming Technologie
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