MK Analogue DPU-103 – das famose Denon in der Dose

MK Analogue DPU-103 Tonabnehmer Collage: von unten, seitlich, von oben

Ein Blickfang auf jedem Dreher: das DPU-103 von MK Analogue im Echtholz-Body klingt nicht nur gut, es sieht auch so aus.

Edel, klangstark, schwer – das Denon 103 in der Echtholz-Alu-Tondose

Die Form ist nicht zufällig gewählt: Das DPU-103 von MK Analogue ist eine Reminiszenz an die legendären Ortofon Tondosen und eine Hommage an den Dauerbrenner Denon 103 zugleich. Es pflegt die Tugenden des Letzteren, wertet ihn aber visuell und vor allem klanglich auf. Das geht dann tatsächlich in Richtung des geschätzten Sounds eines SPU.

Visuell ist es ein Blickfang auf jedem Plattenspieler, insbesondere an solchen mit klassischer (Vintage-)Optik. Und es ist gemacht für den Betrieb an einem schweren Tonarm, der die 32 Gramm Gewicht ausbalancieren kann. Denn nur am schweren Arm läuft ein Denon 103 zu Hochform auf. Und das DPU-103 zu Höchstform.

Aufbau des DPU-103

Es ist der besondere Materialmix, der hervorragende Dämpfungseigenschaften mit sich bringt und das DPU-103 klanglich auszeichnet: MK Analoge wählte für den Body Nussbaum-Holz, nachdem auch mit anderen Holzarten fleißig experimentiert wurde. Die beiden CNC-gefrästen Holzelemente sind mit einem klassischen Headshell aus Aluminium verbunden.

Nussbaum hat den Vorteil, dass es einerseits recht hart und andererseits recht leicht ist. Es eignet sich somit sehr gut zur Dämpfung von Resonanzen metallischer Werkstoffe, und ob seiner geringen Masse fügt das Material keinen „hölzernen“ Eigenklang hinzu.

Das selektierte Denon 103 sitzt nochmals in einem eigenen Rahmen aus gesintertem Aluminum (aus dem 3-D-Drucker). Das hat zwei Vorteile:

  • Das Werkstück fällt deutlich resonanzärmer aus als klassisch hergestelltes Alu-Rohmaterial
  • Dank der Verschraubung mit dem Metall sinkt der Druck der Befestigungsschrauben auf den Kunststoff des Denon 103. Dieser würde sonst mit der Zeit zum „Fließen“ gebracht werden. Dann würde der Tonabnehmer nicht nur lose, sondern auch das Klangbild schwammig.
MK Analogue DPU-103 offene Ansicht: das Denon 103 in Alurahmen verschraubt

Das Denon 103 wird mit dem gesinterten Alu-Rahmen verschraubt.

Nadel eines DPU-103 Tonabnehmers unter dem Mikroskop

Die Denon Systeme werden von MK Analogue unter die Lupe genommen, nur einwandfreie Exemplare gehen in Produktion.

Blau und schlau: die integrierte Libelle

Eine verdammt gute Idee befindet sich im oberen Nussbaum-Element: eine blaue Libelle, nahtlos integriert, die bei der Einstellung des korrekten VTA (Tonarm-Höhe) und des Azimut hilft.

Der Nadelabstand richtet sich nach dem Norm-Maß eines SPU, und natürlich ist das Ganze für Tonarme mit SME-Anschluss gemacht.

MK Analogue DPU-103: Blick auf die integrierte Libelle

MK Analoge wollte den Grundcharakter des Denon 103 in jedem Fall beibehalten. Den wir lieben diesen Tonabnehmer für seine entspannte Grundabstimmung, seine überaus hohe Musikalität, die ihn fürs Langzeithören prädestiniert. Das ist Gute-Laune-Sound, das rockt, das hat Power und Dynamik. Dafür keine Analytik, keine nervenden, gekünstelten Höhen – auch keine künstliche Räumlichkeit. Und eines ist aus technischer Sicht beim Denon 103 zusätzlich hervorzuheben: Es liefert mit 35 bis 40 dB fantastische Werte bei der Kanaltrennung, also beste Voraussetzung für eine großartige Stereo-Abbildung.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die mich beim „normalen“ 103 etwas stören:

  • die etwas ungestüme, nervöse Bass-Wiedergabe (da ist das alleinige Plastik-Gehäuse der Haupt-Schuldige)
  • die manchmal leicht klirrenden Mitten
  • ein paar Prozent Auflösung, die im Hochton fehlen

All das wird mit dem DPU-103 besser:

  • Der Bass ist konturierter, präziser, gefühlt reicht er noch etwas tiefer.
  • Der Grundton groovt noch einen Tick mehr.
  • Der Abtaster klingt körperhafter, satter, greifbarer – gerade in den Mitten. Da sind mehr Klangfarben im Spiel!
  • Die Ortungsschärfe nimmt zu.
  • Die Auflösung im Hochton ist verbessert – aber eben weit entfernt von den gezüchteten Höhen anderer Tonabnehmer. Der Rundnadel-Schliff bleibt natürlich die natürliche Begrenzung.

Insgesamt ist das nun ein absolut vollwertiger Tonabnehmer, der die Denon-Tugenden lebt und genau an den richtigen Stellen zulegt.

MK Analogue DPU-103 Tonabnehmer seitlich

Technische Daten zum MK Analogue DPU-103

EigenschaftWert
MaterialNussbaum Vollholz, Alu (Headshell + Rahmen)
Innenwiderstand40 Ohm (Schwankungen ca. 20 %)
MagnetNeodym
Ausgangsspannung0,3 mV
Kanal-Balance< 2 dB (50 bis 5.000 Hz)
Frequenzgang10–45.000 Hz
Kanaltrennung35 bis 41 dB (je nach Exemplar)
NadelschliffKonisch (rund)
NadelträgerAluminium
Compliance bzw. Nadel-Nachgiebigkeit
5 µm/mN (Praxiswert 8 bis 9 µm/mN)
Tracking/Abtastfähigkeitca. 70 µm
Empfohlener Auflagedruck2,5 bis 2,8 Gramm
Abschluss-Widerstand400 bis 1.000 Hz, am MK Analogue SUT-1M 470 Hz (1 : 10)
Diamant-Verrundung6,5 µm
Maße (L × B × H)
55 × 19 × 23 mm
(Länge bis zum SME Anschluss-Stück; Höhe bis Nadel; Breite ohne Bügel)
Gewicht32 Gramm
Azimut-Einstellungüber Sechskant-Schraube
Nadelabstand51 mm (analog Ortofon SPU)
Listenpreis980 €
MK Analogue DPU-103 Tonabnehmer schräg von oben mit Blick auf das Logo

Geeignete Tonarme und Phonovorverstärker für das DPU-103

Ein schwerer Tonarm ist Pflicht

Wer das Maximum aus einem Denon 103 herausholen möchte, verwendet einen schweren Tonarm. Die Nadelnachgiebigkeit ist niedrig, auch wenn die Gemeinde zwischen 5 und 9 realen µm/mN schwankt. Egal: all diese Werte sprechen für einen Tonarm mit Gewicht. Da gibt es gar nicht mehr so viele auf dem Markt: Der GrooveMaster III oder GrooveMaster 4 ist wie fürs DPU-103 gemacht. Denn er ist mit 22 bis 29 Gramm ein richtiges Brett und kann die 32 Gramm Tondose gut ausbalancieren. Ein Thorens TP-160 geht auch gut!

MC-Phono oder Übertrager?

Die Ausgangsspannung des DPU-103 ist mit 0,3 mV eher niedrig, da nähern wir uns schon einem SPU. Für Letzteres ist ein Übertrager fast schon Pflicht, beim Denon gehen die Meinungen auseinander. In jedem Fall braucht man eine rauscharme und hochwertige MC-Phonovorstufe, einen Audiospecials Phonolab oder eine Musical Fidelity M6x Vinyl oder M8x Vinyl – nur als Beispiele.

Eine Traumehe geht das DPU-103 mit dem hauseigenen Übertrager MK Analogue SUT-1M ein. Im Endeffekt entstand die Idee für das DPU-103, weil das klassische Denon so dermaßen gut an diesem Übertrager lief. In jedem Fall kann ich euch nur empfehlen, das DPU-103 mit Übersetzung 1 : 10 und einem Abschluss-Widerstand von 470 Ohm zu hören. Hammer!

Retipping des DPU-103 Tonabnehmers

Das Schöne am Denon 103: es kann für einen sehr humanen Kurs retippt werden. Das könnt ihr dann über mich in Auftrag geben, Kostenpunkt 95 Euro. So ist garantiert, dass man lange Freude mit diesem tollen Tonabnehmer hat!

MK Analogue DPU-103 Tonabnehmer stehend seitlich

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