Musical Fidelity M6x DAC – DA-Wandler mit fantastischem Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Musical Fidelity M6x Dac ist ein echter Preis-Leistungs-Champion: Solide Fertigung trifft auch klangliche Eigenschaften, die sonst nur deutlich teurere Geräten besitzen.

„Klanglich für die Preisklasse absolut überragend musikalischer und via Filter individuell anpassbarer DAC, mit MQA, Roon und DSD sowie AES/EBU, Fernbedienung, Kopfhörerverstärker und Vorstufenfunktion toll ausgestattet, die ‚eierlegende Wollmilchsau‘ mit Topklang! Preistipp!“
Ein DAC, der viel zu günstig ist …
„Kannst du überhaupt sehr gute DACs um die 2.000 Euro empfehlen?“ Die Frage wird mir zuweilen gestellt, weil ich ein Faible für exzellente Wandler wie den multi-dac von Acousence habe, die ein entsprechendes Preisschilt haben.
Es muss nicht immer die Spitze des Eisbergs sein, um größere Optimierungen fürs eigene HiFi Setup zu erreichen. Denn das, was Musical Fidelity in Sachen DA-Wandlung mit dem M6x Dac bietet, ist schlicht fantastisch. Der M6x Dac bringt z. B. eine klar wahrnehmbare Verbesserung, wenn er hinter einem Trinnov Vorverstärker als finaler Wandler agiert. Das ist auf jeden Fall eine Ansage, und in dieser Konstellation habe ich bestimmt weit über 20 Wandler getestet ..
Aber auch für „klassische“ Dac-Nutzer ist der M6x ein Best Buy: Kopfhörer-Verstärker, Roon- und MQA-fähig, eine Vielzahl von Eingängen, symmetrische Ausgänge, was will man mehr?
Richtig: vor allem mehr Klang. Und den macht dieser DA-Wandler: Weil er die Bühne sehr schön staffelt und detailliert ausleuchtet, in Breite wie Tiefe. Weil er äußerst fein auflöst und natürlich spielt. Und weil er uns damit der Musik näherbringt.
M6x – ein Dac der reinen Lehre mit vollem Klang
Der M6x Dac ist für seine wesentliche Aufgabe konzipiert, sprich: ein reiner Wandler, ohne integrierten Streamer, der digitale Signale aller Art ins Analoge wandelt. Aber Moment, so banal ist es dann doch nicht: Denn der „Oberklasse-Dac“ aus dem Hause Musical Fidelity besitzt einen hochwertigen Kopfhörer-Verstärker und kann dank variabler Lautstärke-Regelung als Vorverstärker fungieren.
Oder eben als reiner Wandler, den man mit der Einstellung „fix“ hinter eine digital gemanagte Kette hängt, um das Klangbild am Ende wieder so analog wie möglich zu gestalten.
Ebenso klassisch ist die Gehäuse-Größe, mit dem Standard-Maß von 43 cm Breite macht dieser Wandler was her, auf Schnickschnack wie beleuchtete Displays verzichtet er bewusst. Nicht nur um den aufgerufenen Preis zu ermöglichen, sondern auch um etwaigen Einstreuungen entgegenzuwirken.
Trotzdem sieht man dank der blauen LEDs am Gerät, was Sache ist. Zumindest wenn man sich etwas mit dem Gerät befasst und weiß, welche Einstellungen in welchem Bereich zu finden sind.
Ein- und Ausgänge des DA-Wandlers
Die wichtigste Buchse für mich bei einem Wandler ist der symmetrische AES/EBU-Eingang via XLR. Den würde ich immer präferieren. Den obligatorischen Cinch/SPDIF-Eingang gibt es auch, dazu zwei optische (Toslink). Hätte ich andersherum gemacht, aber gut. Und dann ist da noch die USB-Buchse: Darüber lassen sich dann auch 32 Bit und 768 kHz getaktete PCM-Dateien zuspielen oder DSD-Signale bis 512 kHz.
Auf der Ausgangsseite zieren symmetrische XLR-Buchsen und Cinch-Buchsen das Gerät, sodass man die gewandelten Signale theoretisch an zwei verschiedene Endverstärker/Anlagen senden könnte.
Roon
Der M6x Dac ist kein Roon Ready Gerät, das eine LAN-Buchse zur Einbindung als Roon Endpoint ins Netzwerk besitzt. Das sei nochmal explizit angemerkt, da es hier manchmal zu Missverständnissen kommt. Trotzdem ist er als DAC geprüft für die Kombination mit einem Roon-fähigen Streamer, den man dann via USB oder über die digitalen Eingänge verbindet.
Aufbau des M6x Dacs und verwendete Chips
Die Schaltungstopologie nennt Musical Fidelity „ESS 32-Bit-Hyperstream II“. Der Name verrät, dass Chips von Sabre verbaut sind. Ja, richtig: nicht nur einer, das kann jeder. Es sind zwei, und zwar vom besonders leistungsstarken TYP ES9038Q2M.
Das bedeutet, dass wir es hier mit einer kanalgetrennten Doppel-Mono-Bauweise zu tun haben, die bis zur gepufferten Class-A-Ausgangsstufe führt, die die analogen Spannungen in XLR und RCA gleichzeitig ausgibt. Wie immer empfehle ich, die symmetrische Anschluss-Variante zu nutzen.
Die Verstärker der Ausgangsstufe liefern ordentlich Strom; Bandbreite und Geschwindigkeit der Signalverarbeitung sind ebenso großzügig dimensioniert wie die Stromversorgung. Allesamt kleine Bausteine, die in Summe zum Wohlklang beitragen.
16-Core-XMOS und CDLP-MAXII-Altera-Prozessoren steuern den Wandler und sind verantwortlich dafür, dass genug Rechen-Power vorhanden ist, wenn es um die Dekodierung z. B. von MQA-Signalen und die generellen Filterprozesse geht.
Der gekapselte Ringkern-Transformator besitzt eine sehr geringe elektromagnetische Abstrahlung und leistet seinen Beitrag zur extrem geräuscharmen Performance des Dacs. Ebenso wie die Brumm-verhindernden EMI-Filter und DC-Blocker.
Filter und weitere Einstellungen des Musical Fidelity M6x Dacs
8 Filter für die individuelle Geschmacksnote?
Dem Thema Filter ordne ich im Gegensatz zu manch anderem Fachmagazin nicht so viel Bedeutung zu. Klar, wenn man genauer hinhört, kann man feine Unterschiede zwischen den Filtern feststellen, am Ende landet man meist bei den üblichen Verdächtigen. Es handelt sich im Übrigen um die typischen „Sabre-Filter“, die ich im Rahmen der Vorstellung der Linnenberg Satie einzeln beschrieben und grafisch dargestellt habe.
Hinzu kommt beim M6x Dac ein „Non-Oversampling-Filter“ (Nummer 8), mit dem man die anderen 7 Filter umgeht und das Signal an den FIR-Filtern im Chip vorbeimanövriert. Der direkte Weg kann noch natürlicher, „analoger“ klingen, ausprobieren ist angesagt. In der Kombi mit Trinnov würde diesen Weg oder den Filter 1 empfehlen.
Variable und fixe Ausgangslautstärke
Setzt man den M6x Dac als Vorverstärker ein, ist die variable Lautstärke ein notwendiges Feature, in diesem Modus geht aber der Filter 8 nicht! Bei dieser Anwendung ist die mitgelieferte Fernbedienung dann definitiv von Nutzen. Die schaut etwas überdimensioniert aus, was vor allem an der Option liegt, weitere Geräte von Musical Fidelity damit zu steuern. Die DA-relevanten Bedien-Elemente befinden sich unten. Am Layout/Aussehen könnte man auch noch arbeiten, aber jetzt hör ich zu meckern auf, das sind ja Banalitäten.
MQA-Decoding
Wer braucht eigentlich noch MQA? Egal: Der M6x Dac spielt „Master Quality Authenticated“-Audiodateien ab. Die LED-Anzeigen dazu:
- Grün (MQA): gültiges MQA-Signal liegt an.
- Blau (Studio): gültiges MQA-Studio-Signal liegt an.
- Rot, oder besser Magenta (OFS): unverifziertes MQA-Signal liegt an, wurde also bereits von einem anderen MQA-Decoder dekodiert (z. B. von Tidal oder Roon)
Reclocking
Das Reclocking bereitet das Taktsignal mit der M6x-internen Clock neu auf. Abschalten kann man diese Funktion im Gegensatz zum M8x Dac nicht. Die Clock arbeitet mit einem Jitter < 12 Pikosekunden, das ist ein sehr guter Wert, aber kein hervorragender wie beim großen Bruder. Insofern könnte man dem M6x Dac mit einem Mutec MC3+ USB noch ein Upgrade verpassen.
So klingt der M6x Dac
Generell kann sich ein Dac – aus meiner Erfahrung – positiv auf folgende Klang-Aspekte auswirken:
- Bühnenstaffelung in der Tiefe
- Bühnenbreite
- Natürlichkeit der Instrumente und Stimmen
- Generelle Entspanntheit des Klangbilds (das Gegenteil von Schärfe und harschen Spitzen)
- Dynamik (die sich vor einem schwarzen Hintergrund besser entfaltet)
- Auflösung (Herausarbeitung von feinsten Details, Verbesserung der Mikrodynamik)
Der M6x Dac liefert insbesondere in Sachen Auflösung sowie Bühnen-Darstellung wirklich Großes fürs Geld, mehr als ich erwartet hatte! Ich habe nicht nur in meinem Setup getestet, sondern im Rahmen von Einmessungen Trinnov-Setups mit M6x DAC und ohne (Kanäle L/R) verglichen. Bei Musik, aber auch Konzert-Videos, ist der Unterschied deutlicher als bei einer Film-Quelle. Wobei: bei „A Star is Born“ oder „The Greatest Showman“ möchte man den Dac schon auch zwingend in der Kette behalten :-)
Die Gesamt-Performance hängt zudem von den Lautsprechern ab. Die müssen erstmal imstande sein, die Künste des M6x Dacs (oder anderer Wandler) abzubilden! Und auch die Endverstärker haben einen Einfluss, denn da gibt es Kandidaten, die in das vom Dac „entschärfte“ Klangbild wieder harsche Noten reinbringen.
Wer noch mehr Klang aus einem DAC rausholen möchte, der sollte sich mit dem Musical Fidelity M8x Dac beschäftigen, der mit 3.999 Euro ungefähr in der Klasse des Canor 2.10 DACs spielt. Gerade in Sachen Bühnenabbildung, Timing und Punch geht noch mehr. Trotzdem ist der M6x DAC für mich der Preis-/Leistungssieger.
Test-Zitate zum M6x DA-Wandler

„… liefert der D/A-Wandler eine gelungene Balance zwischen präziser Detailoffenlegung und ganzheitlicher Musikpräsentation. Der M6x DAC von Musical Fidelity beweist eindrücklich, dass man für einen unzweifelhaft auf High-End-Niveau spielenden Wandler weiterhin mehr als 2.400 Euro ausgeben kann – aber nicht muss.“

„Keine Frage: Musical Fidelity ist mehr als nur ein würdiger Nachfolger des ja vielgerühmten Vorgängers gelungen. Im M6x lässt sich der digitale Teil der Wiedergabekette ungeachtet der musikalischen Situation zusammenführen – und zwar so, dass wirklich keine Wünsche mehr offenbleiben. Vor allem keine Wünsche nach einem teureren Gerät: Der M6x deklassiert so manchen Konkurrenten weit oberhalb seiner Preisklasse.“

„Mit seinem detaillierten, stimmungsvollen und wunderbar ausgewogenen Klang ausgewogenen Klang ist Musical Fidelitys neuester externer DAC
ein wahrer Charmeur.“
Technische Daten zum M6x Dac
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