Tonarm Groovemaster III – klassischer Look trifft höchstes Verarbeitungs- und Klangniveau

Groovemaster Tonarm in Banana Form

Die typische Banana-Form des Groovemaster Tonarms, der nun in Version III vorliegt. Diese besitzt ein komplett überarbeitetes Gegengewicht (ebenso modular, aber fein einstellbar über die Skala des “Zwei-Komponenten-Systems”) und einen neuen Tonarmlift.

Groovemaster Tonarm in S-Form

Die S-Form des Groovemaster Tonarms liegt ebenso in Version III vor und besitzt die gleichen Optionen zur Tonarmlänge: 9 Zoll, 10 Zoll, 12 Zoll, wobei die beiden letzteren Längen sogar in zwei Geometrien bzw. unterschiedlichen Pivot-2-Spindle-Abständen erhältlich sind. Das erleichtert die Kompatibilität zu verschiedenen Laufwerken/Basen.

„Who needs anything more? I mused, a thousand words ago. Such words sometimes come back to bite. As it happens, both versions of the Audio-Creative GrooveMaster II are easy-to-use, good-sounding products, and both offer very high value for the money. Enthusiastically recommended.“

Stereophile, 2019, Art Dudley

Klassischer Look – der Tonarm Groovemaster von Audio Creative

Jelco ist Geschichte, aber mit dem Groovemaster lebt das “klassische” Tonarm-Design zum moderaten Preis neu auf. Gerade für SPU-/MPU-Liebhaber ist dieser Tonarm ein echter Tipp. Ich selber habe mir für das Tuning meines alten Kenwood KD-750 “Vintag-Drehers” gleich noch einen zweiten in 9 Zoll geholt, der bei Anpassung der Bohrung im Laufwerk perfekt passte (siehe Bild unten). In jedem Fall kann ich diesen Tonarm wärmstens empfehlen, zumal sein Schöpfer Marco in den letzten beiden Jahren zahlreiche Upgrades und Zubehör herauszubringen, das den Arm klanglich noch weiter nach vorne bringt. In Summe ein Verarbeitungs- und Klangniveau, das aus meiner Sicht über diese Preisklasse hinausgeht.

EIN Tonarm, EIN Klangbild, VIELE Optionen beim Groovemaster III

Flexibilität wird großgeschrieben bei diesem Tonarm, und zwar in allen Belangen. Ich beginne mal beim wichtigsten Kriterium, den man fragt sich bei den gängigen Fotos des Arms: “Geht da auch was Leichteres als ein SPU bzw. eine weicher aufgehängte Nadel?” Ich mach es kurz: auch wenn der Arm als „schwer“ gilt, lassen sich Tonabnehmer bis maximal 20 µm Nadelnachgiebigkeit betreiben, da gibt es durchaus ordentlich Auswahl (gängige MCs haben ca. 10 bis 15 µm).

Modulares VTF Gegengewicht

Damit alle in Frage kommenden Systeme vernünftig ausbalancieren kann, kommt das Gegengewicht als modularer Bausatz daher. Man kann drei Teile zusammenschrauben, oder halt nur zwei, und es gibt die Hauptkomponente (das längliche Teil) in verschiedenen Gewichten. Das finde ich klasse, und dank der präzisen Fertigung lässt sich das Gewicht schnell auf die passenden Werte zusammenstückeln.

Ganz neu bei Groovemaster Version III: Skala und zwei Komponenten beim Gegengewicht

Guter Mann, der Marco: nachdem viele (u. a. ich) auf das etwas schwierige Handling des “alten” Gegengewichts hingewiesen haben, hat er flugs ein neues entwickelt. Das ursprüngliche war etwas zickig beim Einstellen: Man hatte Schwierigkeiten, das Auflagegewicht fein einzustellen, denn beim kleinsten Verschieben gab es gleich eine ordentliche Portion mehr auf die Waage. All das ist passé: nun dreht man das äußere Gewicht ganz präzise vor und zurück, um fein zu justieren, und die die zweite Komponente ist mit einer Rädelschraube am Tonarmschaft zu befestigen. Genehmigt und für sehr gut befunden!

Formen, Längen, Farben – der Groovemaster III Tonarm für jeden Geschmack

Den Groovemaster kann man in Bananen- oder S-Form sowie in Silber oder Schwarz ordern, die Farbe bezieht sich aber nur auf den Mounting Collar bzw. die SME Sliding Base sowie den Lagerblock. Das Rohr ist immer silberfarben. Dafür gibt es dann vorne wieder ein Headshell aus Ebenholz (s. u.).

Auch in Sachen Tonarmlänge und Basis ist der Groovemaster III unkompliziert: 9, 10 oder 12 Zoll in insgesamt 5 Geometrien bzw. Pivot-to-spindle-Abständen (Strecke Lager bis Plattenteller-Mitte, vgl. Tabelle.

Antiskating Groovemaster III Tonarm

Höhenverstellung (VTA) und Azimuth

Auch in diesen Disziplinen ist man flexibel. Den Azimuth kann man entweder am Groovemaster Headshell einstellen. Für einen SPU/MPU-Betrieb befindet sich  auf der Unterseite des Tonarmrohrs eine Schraube, die man (vorsichtig) lockert, um die Tondose zu drehen. Das kann durchaus mal notwendig sein, wenn man so ein Ortofon mit Dr. Feickert Analog Adjust + durchmisst (die Software gibt es leider nicht mehr …) – oder einem Sperling PDM-1 Pegeldifferenzmessgerät.

Die Höhenverstellung des Arms erfolgt ganz klassisch via Madenschraube am “Mounting Collar” bzw. der SME-Verschiebebasis. Schön, dass die Rädelschrauben dank einer Gummibeschichtung nicht am Metall kratzen! Eine Premium-Verankerung bietet ansonsten der unten beschriebene “Rotary Lift”.

Verkabelung zum Phonovorverstärker

Das ist der einzige Punkt, wo man nicht so flexibel ist: trotzdem kommt jeder mit dem klassischen 5-Pol-DIN Anschluss zurecht, oder?

Der Groovemaster III in 10 Zoll am Reed Muse 3c

Groovemaster III Tonarm an Reed Muse 3c

Hier der 10-Zöller als Zweitarm auf dem Reed Laufwerk. Daran betreibe ich ein modifziertes SPU von Ulber Audio (retipped mit neuem Schliff – klasse!). Hier ist auch die Premium Basis “Rotary Lift” mit VTA-Verstellung bei laufendem Betrieb verbaut. Ich finde, die sollte mal universal mit unterschiedlichen Tonarmrohr-Durchmessern aufgelegt werden …

Groovemaster III neues VTF Gegengewicht

Blick aufs neue Gegengewicht mit den zwei Komponenten. Mit einem Wort: “smooth” läuft das Ganze: Wichtig: das innere Gewicht bzw. die innere Komponente mit der Skala so weit wie möglich zum Lagerpunkt anbringen.

Der Groovemaster III in 9 Zoll an einem Kenwood KD-750

Groovemaster III Tonarm Detail Tonarmlift

Für mich ein stimmiges Bild: ein MPU am Groovemaster III in 9 Zoll. Die Standard-Basis “Mouting Collar” habe ich ins Kenwood Gehäuse getrieben, dazu musste ich die ursprüngliche Bohrung etwas aufweiten. Passt von der Länge perfekt, eine Punktlandung auf der Schablone. Daran hängt übrigens ein auf symmetrische Signalverarbeitung modifizierter Ortofon Übertrager ST-M25.

Groovemaster III Tonarm Detail Tonarmlift

Die zweite Neuerung beim Groovemaster III im Detail: der Tonarmlift in neuem Design. Klanglich keine Änderung, aber aussehen tut es schön :-)

Groovemaster III – der ideale Partner für ein SPU bzw.  MPU von Ortofon

Eine Tondose von Ortofon macht sich exzellent am Groovemaster III, da reicht ein Blick auf die Bilder. Diese Tonabnehmer brauchen, um ihren Charme voll auszuspielen, einen schwereren Tonarm (Compliance um die 8). Ja, ich habe tatsächlich wegen dieser Kombo begonnen, mir über die Bucht einige alte Mono Schallplatten zuzulegen, und das hat was, das ist im wahrsten Sinne emotional. Gleiches gilt natürlich für ein SPU, wobei ich hier – Einschätzung von mir am Rande – immer das SPU Classic mit dem Rundnadelschliff präferiere.

Im Übrigen gibt es – und das finde ich schon außergewöhnlich” – eine spezielle 12 Zoll Ausführung des Arms (gleicher Aufpreis wie die normale 12-Zoll-Variante) für Ortofon SPU-A Tonabnehmer.

Edle Materialien und hohe Qualitätsstandards beim Groovemaster III Tonarm

Audio Creative lässt alle Teile des Groovemaster III in den Niederlanden von Profis ihres Fachs fertigen, mit Hilfe modernster CNC Maschinen für geringste Fertigungstoleranzen. Marco hat mir erzählt, dass die Herstellung eines Arms zwei Tage dauert, inkl. der umfassenden Tests.

Das Lagergehäuse des Groovemaster ist aus Edelstahl gefertigt, ebenso wie das Gegengewicht. Die Lager selbst sind extrem reibungsarme Präzsions-Keramiklager mit einer Toleranz von 0,0025 mm – die technischen Hintergründe erspare ich euch an dieser Stelle. Was zählt ist das, was raus kommt …

Das Armrohr besteht aus Titan (Titan ist 60 % dichter als Aluminium und insgesamt stabiler und widerstandsfähiger). Und er SME-kompatible Headshell-Anschluss ist besonders stabil gefertigt (auch da gab es 2021 ein Update). So können schwere Tonabnehmer wie die o. g. SPUs/MPUs ohne “Spiel” angeschraubt werden.

Die Innenverkabelung ist standardmäßig in Reinsilber ausgeführt. Das Antiskating findet via Magnet statt und ist über eine Skala gemäß entsprechender Vorgaben in der Bedienungsanleitung einzustellen.

Den Tonarm-Lift fertigt Audio Creative auch selbst, vom Design her angelehnt an den klassischen Look des Arms in wunderschönem Matt-Finish.

Groovemaster Tonarm – für mich Blickfang und Klang-Garant

Das Auge hört mit, machen wir uns nicht vor. Damit muss der Groovemaster III schon einmal gut performen. Tatsächlich merkt man – ich hatte vorher einen Jelco bzw. mehrere davon … –, dass der Groovemaster die “alten” Jelcos deutlich übertrifft: da ist mehr Stabilität im Klangbild, mehr Souveränität. Und er arbeitet Instrumente/Stimmen nuancierter heraus.

Auch für das Auflösungsvermögen einer Tondose scheint der Groovemaster ein Segen zu sein. Mehr kann man denke ich aus so einem Stück Analog-Geschichte nicht herausholen! Aber auch mit anderen Tonabnehmern habe ich an diesem Arm sehr gute Erfahrungen gemacht: z. B. mit einem Dynavector Karat.

Technische Daten zu den Tonarmlängen im Vergleich

9 Zoll10 Zoll12 Zoll
Pivot2Spindle229 mm240 oder 254 mm (Standard)290 oder 304,75 mm (Standard)
Effektive Masse22 g24 g29 g
Effektive Länge245,8 mm256,1 bzw. 269 mm303,5 bzw. 317,6 mm
Überhang16,8 mm16,1 bzw. 15 mm13,5 bzw. 12,82 mm
Offset Winkel22,35 Grad21,4 bzw. 20,26 Grad17,94 bzw. 17,11 Grad
Preis (neue Preisliste 1.2.2022)2.125 €2.225 €2.325 €

Montage-Varianten für den Groovemaster III im Überblick

Groovemaster Mounting Collar

Mouting Collar

Der klassische Befestigungsring mit Rädelschraube zur Rohr-Befestigung und Jelco-Bohrungen für beste Kompatibilität! Gibt es in Aluminium (55 €) oder Edelstahl (sehr schick, 99 €).

Groovemaster Ebony Headshell mit goldenem Buegel

SME Sliding Base

Mit dieser flexiblen SME Sliding Base kann man den Groovemaster perfekt auf dem Laufwerk verschieben, falls es nicht ohnehin verschiebbare Elemente wie z. B. beim Reed gibt. Preis: 289 €

Groovemaster Rotary Lift Premium Tonarm Halterung

Rotary Lift

Das Teil hat es in sich, leider auch preislich (789 €): die ultimative Armhalterung inkl. VTA-Höhenregelung “on the fly”. kommt mit einer mächtigen Schraubmutter daher und bietet ultimativen Halt. Äußerst intelligent konstruiert!

Groovemaster Rotary Lift

Diese Halterung inkl. Tonarmlift nimmt den Tonarm auf, indem sie das Rohr vollkommen umschließt. Eine mit einem speziellen Schlüssel zu arretierende Schraube befestigt das Armrohr fest im Rotary Lift, und danach kann man über den Hebel die Höhe des Arms verstellen. Es fährt quasi ein inneres Element hoch und runter. Der gesamte Lift wird mit einer großen Gegenmutter von unten mit der Basis/dem Chassis des Plattenspielers fest verschraubt. Konsequente Technik und höchstes Verarbeitungsniveau – Respekt!

Konstruktionszeichnung Groovemaster Rotary Lift
Groovemaster Premium Tonarmhalterung

Zubehör zum Groovemaster III: Ebony Headshell

Für den Groovemaster und jeden anderen Tonarm mit “SME”-Anschluss bzw. P-mount: vier Headshells gibt es zur Auswahl, die vierte Variante Walnuss mit goldenem Fingerlift habe ich ausgespart, kann man sich denken – denke ich :-) Die Headshell Kabel sind aus 99.999 % Silber. Wichtig: Azimuth kann hier nicht verstellt werden, würde dann am Arm passieren. Preis: 199 €

Das sagt Groovemaster zum eigens entwickelten “Connector” der Headshells: “Die meisten gängigen Headshells benutzen Verbinder aus Messing (ggf. vergoldet). Messing ist aber ein schlechterer Leiter als z. B. Kupfer. Deshalb fertigen wir die Pins aus reinem Kupfer, und darauf kommt eine Schicht reinen Silbers. Für beste Leitfähigkeit und einen über alles besseren Klang.”

Groovemaster Ebony Headshell

Ebony Headshell (silber)

Groovemaster Ebony Headshell mit goldenem Buegel

Ebony Headshell (golden)

Groovemaster Wooden Headshell

Walnussholz Headshell (auch mit goldenem Fingerlift)

An alle Groovemaster II Besitzer:
Upgrade möglich!

Groovemaster Upgrade Kit Version II auf Version III

Mit diesem Upgrade Kit macht man aus seinem Groovemaster II einen “vollen” Groovemaster III Tonarm. Für 249 EUR kann man dieses Set bestellen, bestehend aus dem neuen Gegengewicht inkl. aller “Gliedergewichte” sowie dem neuen Lift. Ist nicht günstig, ich habe es aber definitiv nicht bereut. Allein das Gegengewicht ist ein Segen und zeigt, wie sehr Groovemaster alias Marco bemüht ist, sein Produkt noch besser zu machen.

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